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Weniger, dafür besser
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2026-03-18
Ingo Ortner
In einfacher Sprache: in den Kärntner Randregionen hilft nur der Tourismus allen anderen Wirtschaftsbereichen massiv. Arbeitsmarkt, Handel, Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Zulieferer, Bergführer, ... Der Tourismus bringt - wie kein anderer - Geld von außen in heimische Kreisläufe und sichert damit Arbeitsplätze und den Wohlstand aller Menschen in x-facher Weise direkt oder indirekt. (In die andere Richtung funktioniert das bei keinem anderen Wirtschaftsbereich in einem derart großen Ausmaß!) Speziell für Randregionen ist der Tourismus die einzige Chance im Kampf gegen den Abwärtstrend.

Daher:

Kötschach-Mauthen muss wieder zur stolzen Tourismusgemeinde werden. Darauf müssen sich alle einigen. Sonst stirbt der Ort.





Weniger, dafür besser, 
weil so viel mehr haben wir schon lange nicht mehr
Langfassung, Ingo Ortner, 18.03.2026

Der aktuelle Tourismusbericht für Österreich unterstreicht auch für das Jahr 2025 eindrucksvoll die zentrale Bedeutung des Sektors für die wirtschaftliche Stabilität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes. Aus Sicht des Tourismuslandes Kärnten lassen sich diese Ergebnisse nicht nur bestätigen, sondern gezielt mit regionalen Entwicklungen und Perspektiven weiterdenken. Kärnten steht weiterhin exemplarisch für jene Regionen, in denen Tourismus weit mehr ist als ein Wirtschaftszweig – er ist Lebensgrundlage, Identitätsstifter und Zukunftsmotor zugleich.

Mit touristischen Gesamtausgaben von rund 40 Milliarden Euro im Jahr 2025 zeigt sich, dass Österreich seine starke Position als internationale Tourismusdestination weiter festigen konnte. Auch Kärnten trägt einen beachtlichen Anteil zu diesem Wachstum bei, wobei der Anteil Kärntens am Gesamtergebnis seit 25 Jahren ständig sinkt. Die Kombination aus alpiner Landschaft, warmen Badeseen und kultureller Vielfalt bleibt ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Insbesondere der Sommertourismus entwickelt sich weiterhin dynamisch und macht Kärnten zu einer der attraktivsten Regionen für Aktiv- und Erholungsurlaub in Europa. Rein geographisch und klimatisch besteht darin die große Chance für kommende Generationen.

Die Reiseverkehrsexporte pro Kopf liegen 2025 bei etwa 2.700 Euro und verdeutlichen die weiterhin hohe Wertschöpfung des Tourismus. Für Kärnten bedeutet dies konkret: Die Einnahmen sichern nicht nur die Existenz zahlreicher Betriebe, sondern ermöglichen auch kontinuierliche Investitionen in Qualität, Innovation und Infrastruktur. Gerade im ländlichen Raum ist der Tourismus ein unverzichtbarer Motor für wirtschaftliche Entwicklung.

Besonders hervorzuheben bleibt die starke regionale Verankerung der Wertschöpfung. Auch 2025 werden rund 80 % des Investitionsvolumens im näheren Umkreis vergeben. In Kärnten zeigt sich dies in der engen Zusammenarbeit zwischen Tourismusbetrieben, Bauwirtschaft, Handwerk und regionalen Produzenten. Diese kurzen Wertschöpfungsketten stärken die lokale Wirtschaft nachhaltig und sichern Arbeitsplätze vor Ort. Die hohe Inlandsquote bei Zulieferern – weiterhin über 90 % – unterstreicht zusätzlich die Bedeutung des Tourismus für die gesamte österreichische Wirtschaft.

Ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg ist die hohe Akzeptanz des Tourismus in der Bevölkerung. Auch 2025 zeigt sich, dass rund drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher dem Tourismus eine hohe wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung beimessen. In Kärnten ist diese Zustimmung besonders spürbar, da viele Regionen stark vom Tourismus geprägt sind. Die Bevölkerung erkennt zunehmend die positiven Effekte auf Infrastruktur, Lebensqualität und regionale Entwicklung.

Gleichzeitig bleibt der Anteil jener, die den Tourismus als „zu viel“ empfinden, mit etwa 6 % weiterhin vergleichsweise gering. Dennoch nimmt Kärnten diese Rückmeldungen ernst. Gerade in stark frequentierten Regionen – etwa an den großen Seen oder in touristischen Hotspots – wird verstärkt auf nachhaltige Besucherlenkung, Raumplanung und sanfte Mobilität gesetzt. Ziel ist es, die Balance zwischen touristischer Nutzung und Lebensqualität der Bevölkerung langfristig zu sichern.

Der Tourismus bleibt auch 2025 ein zentraler Arbeitgeber. Rund 14 % aller Erwerbstätigen in Österreich sind direkt oder indirekt im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft beschäftigt. In Kärnten ist dieser Anteil regional teils deutlich höher. Besonders in strukturschwächeren Gebieten bietet der Tourismus wichtige Perspektiven und verhindert Abwanderung. Neben direkten Arbeitsplätzen profitieren zahlreiche weitere Branchen – von der Landwirtschaft über das Handwerk bis hin zum Transportwesen.

Die enge Vernetzung zwischen Tourismus und anderen Wirtschaftsbereichen ist in Kärnten besonders ausgeprägt. Regionale Lebensmittelproduktion, nachhaltige Landwirtschaft und touristische Angebote greifen zunehmend ineinander. Kulinarik wird immer stärker zum Markenzeichen des Landes und trägt zur Profilierung als authentische Genussdestination bei.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bleibt die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe herausfordernd. Auch 2025 sind steigende Energie-, Lohn- und Wareneinsatzkosten ein zentrales Thema. Die Margen stehen unter Druck, da Preiserhöhungen nur begrenzt möglich sind, ohne die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden. Kärntner Betriebe stehen somit im Spannungsfeld zwischen Kostendruck und Qualitätsanspruch.

Als Reaktion darauf setzen viele Unternehmen verstärkt auf Effizienzsteigerung und Innovation. Investitionen in erneuerbare Energien, Digitalisierung und nachhaltige Betriebsführung gewinnen weiter an Bedeutung. Gleichzeitig wird intensiv an neuen Arbeitsmodellen und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gearbeitet, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Ein weiterer strategischer Schwerpunkt liegt 2025 auf der ganzjährigen touristischen Nutzung. Kärnten entwickelt sich zunehmend von einer klassischen Zwei-Saisonen-Destination hin zu einem Ganzjahresziel. Neben Sommer- und Wintertourismus gewinnen Frühling und Herbst an Bedeutung – etwa durch Angebote im Bereich Wandern, Radfahren, Wellness und Kulinarik. Diese Entwicklung trägt zur Entzerrung von Spitzenzeiten bei und stärkt die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe.

Die Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Tourismusorganisationen bleibt dabei ein zentraler Erfolgsfaktor. Kärnten bringt sich aktiv in die Weiterentwicklung der österreichischen Tourismusstrategie ein und arbeitet eng mit nationalen und regionalen Partnern zusammen. Ziel ist es, den Tourismus zukunftsfit zu machen und gleichzeitig die regionale Identität zu bewahren.

Zusammenfassend zeigt sich, dass der Tourismus auch im Jahr 2025 eine tragende Säule für Kärnten darstellt. Die positiven Entwicklungen bestätigen die strategische Ausrichtung der vergangenen Jahre, machen aber auch deutlich, dass kontinuierliche Anpassungen notwendig sind. Kärnten hat beste Voraussetzungen, seine Position als nachhaltige, qualitativ hochwertige und lebenswerte Tourismusdestination weiter auszubauen.

Die Herausforderungen bleiben vielfältig – von steigenden Kosten über den Klimawandel bis hin zu veränderten Gästebedürfnissen. Doch mit einer klaren Strategie, hoher Innovationskraft und starker regionaler Verankerung kann Kärnten diesen Herausforderungen erfolgreich begegnen und auch künftig eine führende Rolle im österreichischen Tourismus einnehmen.

Tourismusabgabe neu aus Sicht von Kötschach-Mauthen

Kleine Zeitung, 18.03.2026
Alarmierend: Heuer bisher 30 Prozent mehr Insolvenzen in Kärnten
Besonders betroffen sind Gastronomie und Hotellerie. Hier treffen hohe Betriebskosten, etwa für Energie, Lebensmittel und Personal, auf eine schwache wirtschaftliche Gesamtlage: Die Menschen gehen seltener auswärts essen. Auch am Bau und im Handel gibt es viele Pleiten. Die vier Branchen machen seit Jahresbeginn 43 Prozent aller Firmenpleiten aus.


Anmerkung: die Infrastrukturen Kärntens wurden in den letzten Jahren viel zu stark vernachlässigt. Insbesondere die Straßen sind im Vergleich zu den Nachbarn (Tirol, Salzburg und Steiermark) mehr als desolat. Das Straßennetz in Kärnten rasch und mit ausreichenden Budgets zu sanieren ist die PFLICHT. Erst wenn das erledigt ist, darf man sich Gedanken über die KÜR eines Mini-Airports in Klagenfurt machen.




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